Die Stadt Boizenburg/Elbe wurde im September 2025 nach einem einjährigen Zertifizierungsprozess mit dem Label „StadtGrün naturnah“ in Bronze ausgezeichnet. Damit würdigt das Bündnis Kommunen für biologische Vielfalt e.V. das Engagement der Stadt für ein naturnahes Grünflächenmanagement.
Besonders hervorgehoben wurde die Einbindung der Stadtgesellschaft im Rahmen von Patenschaften und Mitmachaktion – etwa das Engagement der Stadtparkfreunde bei der Pflege des Stadtparks, die Aktivitäten der Klimawerkstatt bei der Anlage und Pflege von Blühwiesen sowie Projekte wie die Gießpatenschaften, der Gemeinschaftsgarten 8b oder Freyas Streuobstwiese.
Die Teilnahme am Labelverfahren „StadtGrün naturnah“ war 2022 in unserem Integrierten Klimaschutzkonzept festgeschrieben worden. Mit dem jetzigen Erfolg zählt Boizenburg nun zu den 81 Kommunen in Deutschland, die das Label tragen.
Ein Maßnahmenplan für die kommenden drei Jahre sieht weitere Projekte vor, darunter die Begrünung der Seitenstreifen in der Bahnhofstraße, mit der wir noch im Herbst starten werden. Das macht die Stadt nicht nur bunter, sondern bietet auch Lebensräume für Insekten und Schutz vor Hitze.

21 Kommunen erhielten in Kronsberg (Taunus) ihre Auszeichnung, darunter wurden 11 neu zertifiziert und 10 rezertifiziert (Fotos: Bündnis Kommunen für Biologische Vielfalt e.V.).
Hier findet Ihr weitere Infos:
Pressemitteilungen der Stadt Boizenburg/Elbe und des Bündnisses Kommunen für Biologische Vielfalt e.V.
Wir machen Boizenburg gemeinsam lebenswert und klimafit! Seit November 2024 erarbeitet die Stadt Boizenburg/Elbe im Rahmen des Projekts KokaBo ein Konzepts zur nachhaltigen Klimaanpassung und für natürlichen Klimaschutz.
Bereits im Projekt PLATZ-B haben wir gemeinsam mit der Stadtgesellschaft eine große Anzahl von Zukunftsbildern für ein lebenswertes Boizenburg entwickelt und gestaltet. Zudem wurden im Klimaschutzkonzept bereits erste wichtige Maßnahmen zur Klimaanpassung festgehalten. Mit KokaBo knüpfen wir an all diese Aktivitäten und Projekte an und entwickeln einen umfassenden „Fahrplan“, um unsere Stadt noch widerstandsfähiger gegen die Folgen des Klimawandels zu machen. Denn diese wirken sich auf alle Bereiche unseres Lebens in Boizenburg/Elbe aus. Ein gut durchdachtes Konzept zur Klimaanpassung hilft uns, lokale Gegebenheiten zu berücksichtigen, um konkrete und umsetzbare Maßnahmen zu entwickeln.
Was genau passiert? Mit umfangreicher Beteiligung der Stadtgesellschaft erarbeiteten wir mit dem Konzept eine systematische Planungs- und Entscheidungsgrundlage um zukünftige Maßnahmen zur Klimaanpassung umsetzen zu können. Diese wird als wichtige Querschnittsaufgabe weiter in der Stadt verankert.
Ergebnis wird ein umfassendes Konzept sein, das die Auswirkungen des Klimawandels auf verschiedene Bereiche in der Stadt aufzeigt und Potenziale für nachhaltigen Klimaschutz identifiziert. Im Fokus stehen dabei vor allem naturbasierte Lösungen – also Maßnahmen, die die Natur nutzen, um unsere Stadt widerstandsfähiger zu machen.
Das Konzept wird mit Unterstützung von GreenAdapt erstellt. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (Förderkennzeichen: 67DAAN0231) und läuft bis zum 31.10.2026. Projektträger ist die Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH.
Boizenburg/Elbe hat im Rahmen der Kampagne „EURO 2024 nachhaltig: ein Spiel – ein Trinkbrunnen“ einen Trinkbrunnen für den Marktplatz gewonnen. Aus über 700 Bewerbungen waren 51 Gewinner-Standorte ausgelost worden. Neben Anklam können wir uns als eine von nur zwei Städten in unserem Bundesland über die Förderung von 15.000 Euro für Anschaffung, Bau, Wartung und den mindestens fünfjährigen Betrieb eines Trinkbrunnens freuen!
Mit dem Trinkbrunnen leisten wir insbesondere mit Blick auf den voranschreitenden Klimawandel einen wichtigen Beitrag der Daseinsvorsorge und zur Hitzeresilienz der Stadt. Der saisonale Brunnen wurde bereits im Oktober gebaut und installiert. Ab 2025 wird das erfrischende, lebensnotwendige Nass dann jeweils von Anfang April bis Ende September für alle verfügbar sein. Festlich eingeweiht wird der Brunnen am 9. April in Anwesenheit von Bürgermeister Rico Reichelt und einem Vertreter der Versorgungsbetriebe Elbe GmbH.
Die Trinkbrunnen-Kampagne wurde von a tip: tap e. V. in Kooperation mit dem Deutschen Städtetag, dem Deutschen Städte- und Gemeindebund, dem Verband kommunaler Unternehmen und der Allianz der öffentlichen Wasserwirtschaft durchgeführt. Ziel der Kampagne ist die Steigerung der Bekanntheit von Trinkbrunnen und eine erhöhte Wertschätzung für das heimische Trinkwasser.
Das Projekt „EURO 2024 NACHHALTIG: EIN SPIEL – EIN TRINKBRUNNEN“ wurde gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages. Neben diesen Fördergeldern ermöglichte auch die großzügige Spende der Versorgungsbetriebe Elbe GmbH die Anschaffung und Installation des Trinkbrunnens.
Weitere Infos zur Kampagne findet ihr hier
Ziel der Stadt Boizenburg/Elbe ist es, die biologische Vielfalt in der Stadt zu erhalten und zu fördern, auch um die Stadt klimafit und lebenswert zu machen. Daher hat das Klimabüro eine besondere Mitmachaktion für alle ins Leben gerufen.
Derzeit verteilen wir kleine Tütchen mit einer Auswahl von Frühblüher-Zwiebeln an alle, die mitmachen wollen. Darin finden sich Zwiebeln von Krokus, Traubenhyazinthe, Wildtulpe oder Narzisse. Diese Pflanzen sollen zukünftig die Gärten und unsere städtische Grünflächen, wie den Kirchplatz, mit ihren leuchtend bunten Blüten bereichern. Vor allem aber sollen sie im zeitigen Frühjahr die unverzichtbare Nahrungsquelle für blütenbesuchende Insekten wie Hummeln bieten. Diese Insekten sind bereits bei niedrigen Temperaturen auf der Suche nach Pollen und Nektar. Sie benötigen die energiereiche Kost für den Aufbau ihres Volkes.
Mit unserer Aktion möchten wir zeigen, wie einfach es sein kann, die Nahrungs- und Lebensbedingungen für unsere Blütenbesucher zu verbessern. Gemeinsam mit euch wollen wir Lebensräume schaffen und die biologische Vielfalt nachhaltig fördern – und natürlich auch Boizenburg ein wenig bunter machen. Außerdem wollen wir mit dieser Initiative auf die entscheidende Bedeutung der biologischen Vielfalt hinweisen, die nicht nur unsere Lebensgrundlagen sichert, sondern auch hilft, die Auswirkungen des Klimawandels zu mildern. Weiterhin soll die Mitmachaktion auch unsere Bemühungen um das Label „Stadtgrün naturnah“ unterstreichen.
Der Herbst bis zum Frost ist der ideale Zeitpunkt, um dieses farbenfrohe Nahrungsangebot für Hummeln und andere Wildbienen zu schaffen. Ihr seid eingeladen, die Zwiebel an einem sonnigen Platz im Vorgarten, in einem Topf auf dem Balkon oder z.B. auf einer Baumscheibe eines Stadtbaums vor eurer Haustür zu pflanzen. Beim Pflanzen gilt folgende Faustregel: Das Pflanzloch sollte doppelt so tief sein wie die Blumenzwiebel hoch ist. Der Abstand zwischen großen Zwiebeln sollte etwa acht Zentimeter, bei kleineren mindestens zwei bis fünf Zentimeter. Wichtig ist außerdem, dass die Spitze nach oben zeigt. Wenn ihr Fragen habt, meldet euch gern bei uns im Klimabüro.
Erhältlich sind die Tütchen im Rathaus, in der Stadtinfo, der Stadtbibliothek, im Heimatmuseum, im Kino und bei uns im Klimabüro. Beim Packen und Verteilen der Tütchen wurden wir sehr tatkräftig von den Aktiven der Klimawerkstatt Boizenburg unterstützt. Die Aktiven haben auch bereits Zwiebeln auf Baumscheiben oder z.B. auf dem Kirchplatz gesetzt.
Rund 25 Aktive haben am Freitag, 13. September 2024, eine artenreiche, mehrjährige Wildblumenwiese auf einer kleinen Grünfläche gegenüber dem „Kulti“ in der Bahnhofstraße eingesät. Zur Mitmachaktion im Rahmen der bundesweiten „Woche der Klimaanpassung“ hatten PLATZ-B und die KLIMAWERKSTATT Boizenburg eingeladen. Mit der Anlage der Wiese soll mehr Lebensraum und Nahrung für Insekten im städtischen Grün geschaffen werden.
Ob Groß, ob Klein – alle waren mit großem Eifer dabei. Nach einer kurzen Einführung, welche Arbeitsschritte bei der Anlage einer mehrjährigen Blumenwiese erforderlich sind, ging es los. Gefräst und von jeglichem Bewuchs befreit worden war die Fläche bereits im Vorfeld des Aktionstages. Unsere Hauptaufgabe bestand nun darin, die sehr zahlreich vorhandenen Graswurzeln auszuharken, damit diese nicht wieder anwachsen. Anschließend vermengten wir das spezielle Regio-Saatgut mit einem Füllstoff, der die Aussaat erleichtert, und säten die Mischung sehr dünn aus.
Ein sehr wichtiger abschließender Arbeitsschritt war dann das Anwalzen der Samen mit einer Rasenwalze. Die „Lichtkeimer“ werden nicht in den Boden eingearbeitet, benötigen aber einen guten Bodenschluss, um zu keimen. Für die Anlage wurde übrigens explizit der September als Aussaatzeitpunkt gewählt. Da die Frühjahre zunehmend trockener ausfallen, ist der feuchtere Herbst zu bevorzugen, insbesondere wenn keine Bewässerung möglich ist. Auch die nächtlichen Bodennebel sorgen mit dafür, dass das Samen feuchtgehalten werden.
Insgesamt entwickelt die Stadt vier städtische Grünflächen bzw. Teilflächen zu mehrjährigen bunten Blumenwiesen. Neben dieser wurde die Grünfläche bei der Bushaltstelle in der Schwartower Straße sowie zwei weitere in der Straße „Am Elbberg“ ausgewählt.
Das spezielle Saatgut kommt jeweils vom Förderverein Biosphäre Elbe MV e.V. im Rahmen seines Projektes „Netzwerk Biosphäre Elbe artenreich“. Es handelt sich um Regio-Saatgut mit zahlreichen unterschiedlichen Wildblumenarten wie z. B. Glockenblume, Odermennig, Malve, Natternkopf und Königskerze, die vielen blütenbesuchenden Insektenarten Nektar und Pollen spenden sollen.
Diese Maßnahmen sind Teil der Bemühungen der Stadt im Rahmen des zwölfmonatigen Zertifizierungsverfahrens für das bundesweite Label „StadtGrün naturnah“. Der Verein „Kommunen für Biologische Vielfalt e.V.“ zeichnet mit dem Label Kommunen aus, die sich für eine ökologische Grünflächenpflege und -gestaltung engagieren.
Die Stadt beteiligt sich ab Mai am zwölfmonatigen Label-Verfahren „StadtGrün naturnah“ des Bündnis Kommunen für biologische Vielfalt e.V. Das Bündnis zeichnet mit dem Label bereits seit mehreren Jahren Städte und Gemeinden aus, die sich für ein ökologisches Grünflächenmanagement engagieren. Dass auch Boizenburg/Elbe sich Labeln lassen soll, wurde verbindlich im Integrierten Klimaschutzkonzept der Stadt festgeschrieben. Damit verbundenes Ziel ist es, die Biologische Vielfalt zu schützen und zu fördern, die Auswirkungen des Klimawandels zu mildern und damit auch insgesamt die Lebensqualität der aller Boizenburger*innen zu erhöhen.
Zu Beginn des Verfahrens trägt die Stadt nun die Pflegepraktiken und bereits umgesetzten Maßnahmen in einer Bestandserfassung zusammen und gründet mit unterschiedlichen Akteur*innen aus der Stadtgesellschaft, welche sich in dem Prozess engagieren wollen, eine Lokale Arbeitsgruppe (LAG). Aufbauend auf die Bestandserfassung wird ein Maßnahmenplan mit den geplanten Aktivitäten zur naturnahen Entwicklung des Stadtgrüns entwickelt und umgesetzt. Das können zum Beispiel Aktivitäten wie die Umstellung auf extensive Pflege der Grünflächen, die Anlage von artenreichen Wildblumenwiesen, der Verzicht auf Pestizide sowie auch Maßnahmen zum Baumerhalt und zur Erhöhung des Baumbestands sein.
Am Ende dieses Labeling-Prozesses kann die Stadt in 2025 eine Auszeichnung in Bronze, Silber oder Gold erhalten. Der Mähfreie Mai, der Anfang des Monats in Boizenburg/Elbe eingeläutet wurde, zählt auch bereits zu den Aktivitäten, die in den Prozess einfließen.

Das Bündnis Kommunen für biologische Vielfalt e.V. mit seinen derzeit 394 Mitgliedern aus Städten, Gemeinden und Landkreisen das größte deutsche Netzwerk für naturnahe Kommunen. Im Rahmen des Labeling unterstützt es die Kommunen bei der Maßnahmenplanung, Bürgerbeteiligung und Öffentlichkeitsarbeit für mehr Natur in der Stadt.
Mehr Infos zum Label “ StadtGrün naturnah“
Wie sich Boizenburg kurz-, mittel- und langfristig an die absehbaren Folgen des Klimawandels anpassen könnte, war am 27. Oktober 2023 auch das Thema der „2. Klimafit-Expedition“. Hierzu hatten die KLIMAWERKSTATT und PLATZ-B unter dem Motto „Entsiegeln – Begrünen – Verschatten“ diesmal in die Bahnhofsvorstadt eingeladen.
Nachdem die „1. Klimafit-Expedition“ im September durch die Altstadt geführt hatte, ging es dieses Mal bei leichtem Regen vom Hotel Boizenburger Hof entlang der Bahnhofstraße zum Bahnhofsvorplatz, über den großen Norma-Parkplatz und an der Rudolf-Tarnow- und Fritz-Reuter-Straße zurück zur Weidestraße. Teilnehmende waren mehrere Boizenburger*innen, die beiden Stadtvertreter*innen Christine Dyrba und Udo Behnke, die Klimaanpassungskoordinatorin Julia Gerdsen sowie der Bauhofleiter Steve Kaehler. Im Fokus standen vor allem solche Orte im Eigentum der Stadt Boizenburg/Elbe, die stark versiegelt sind und dadurch eine natürliche Versickerung von Regenwasser verhindern, und ebenso bereits mit Straßenbäumen ausgestattete Orte, wie z. B. die vor etwa neun Jahren sanierte Bahnhofstraße.
Wie bei der ersten Expedition legten die Teilnehmenden ihr Augenmerk vor allem auf die Baumgesundheit, die Lichtraumprofile und Verkehrssicherheit genauso wie auf die Frage nach der Aufenthaltsqualität im Sommer. Wie könnte die Situation der in ihrer Vitalität z.T. sehr geschwächten Bäume verbessert werden? Wie könnte für mehr Verschattung im Sommer gesorgt werden? Und wie könnte zukünftig grundsätzlich das Mikroklima in der Bahnhofstraße und am Bahnhof verbessert werden und damit auch das Wohlbefinden der Passant*innen und Anwohner*innen? Wäre es möglich, weitere Bäume klimaangepasster Arten zu pflanzen?
Aber auch die Auswirkungen von Starkregenereignissen im Bereich des Bahnhofs und darüber hinaus wurden thematisiert. So zeigt die Starkniederschlagsanalyse von 2022 denn auch deutliche Auswirkungen im Bahnhofsbereich auf.
Im weiteren Verlauf stimmten alle Teilnehmenden in der Rudolf-Tarnow-Straße überein, wie wertvoll und positiv insbesondere alte, große Straßenbäume für das städtische Mikroklima sein können. „Die alten Linden hier an der Rudolf-Tarnow-Straße sind nicht nur schön anzusehen, sondern sorgen insbesondere in Hitzesommern für ausreichend Verschattung und Verdunstungskühle. Zudem binden sie Luftschadstoffe und bieten Lebensraum für viele Tierarten. Die Anwohner können diese Vorteile schätzen, obwohl im Herbst durch den Laubfall mehr Arbeit anfällt, so Elke Führer von der KLIMAWERKSTATT. „Insofern haben wir uns auch über die Beteiligung von Einwohnern gefreut, denn diese können mit ihren alltagspraktischen Sichtweisen auf die derzeitige Situation sowie auf Vor- und Nachteile von möglichen Maßnahmen gute Anregungen geben.“
Weitere Klimafit-Expeditionen, z.B. auf der „Siedlung“, sind für 2024 angedacht. Am 20. Februar 2024 soll es zudem eine Auswertung der ersten beiden Begehungen geben. Gemeinsam mit dem Leiter des Fachbereichs Stadtentwicklung, Bau und Wohnen Leif Hinrichs wollen PLATZ-B und die KLIMAWERKSTATT Möglichkeiten von planerischen Instrumenten und Präventionsmaßnahmen im Hinblick auf das Handlungsfeld „Anpassung an den Klimawandel“ ausloten. Als eines von fünf Handlungsfeldern wurde es im Integrierten Klimaschutzkonzept der Stadt Boizenburg vor gut einem Jahr beschlossen.
Vom Marktplatz zur Kleinen Wallstraße über die Baustraße zum Hafen und zurück zur Sankt Marienkirche – so verlief unsere erste Klimafit-Expedition durch die Boizenburger Altstadt.
Thema der „Expedition“: Wie kann sich Boizenburg kurz-, mittel- und langfristig an die absehbaren Folgen des Klimawandels anpassen? Was könnte getan werden, wenn Hitzewellen weiter zunehmen und Starkregenereignisse auch hier zu einem Problem werden?
Neben einigen Akteuren der Klimawerkstatt, dem Klimabüro sowie dem Bauhof Boizenburg kamen der Einladung einige Stadtvertreter und Einwohnende nach. Auch Bürgermeister Rico Reichelt nahm an dem Rundgang teil und begrüßte alle Teilnehmenden. Dabei betonte er ausdrücklich, wie wichtig es ist, Maßnahmen der Klimaanpassung gemeinsam voranzubringen.
Unterwegs gab es an verschiedenen Haltepunkten zahlreiche Informationen und Ideen für ein zu verbesserndes Stadtklima, aber auch einige Fragen. Meist drehte es sich dabei um das Thema Verschattung durch Bäume auf den Plätzen und an den Straßen: Wo könnten neue Bäume gepflanzt werden? (Wie) können diese finanziert und ausreichend gewässert werden? Ist es nicht schon schwierig genug, die vorhandenen und häufig schon durch Trockenschäden gekennzeichneten Bäume zu erhalten? Könnte es helfen, die Baumscheiben, also den ungepflasterten Bereich um den Stammfuß zu erweitern, damit die Niederschläge besser eindringen können?
Einig waren sich alle von vornherein darin, alle Fragen und Ideen unvoreingenommen aufzunehmen und später auszuwerten – die Abschlussrunde im Gemeindezentrum konnte dazu nur der Auftakt sein. Apropos: Die Klimafit-Expedition war nach den Wünschen der Teilnehmenden ebenfalls nur ein Auftakt – weitere Begehungen, gerne auch in den einzelnen Stadt- und Ortsteilen, sollen in den nächsten Wochen folgen.
Zusammenfassung der „Klimafit-Expedition Nr. 1“